eigene artikel

„fickt“ die „bullen“ – und andere sexistisch/homophobe parolen

Auch in linken Kreisen ist es weit verbreitet, das Wort „Ficken“ zur Abwertung und Erniedrigung anderer zu benutzen. Ein gängiges Beispiel ist „Fickt die Bullen“ (sexistisch und speziesistisch). Ich möchte mich dazu äußern, weil ich es mit Schaudern erlebe, wie die ach so gendersensiblen Menschen (von der normalen sexistischen Bevölkerung fange ich gar nicht erst an) eine Sprache benutzen, die sexuelle Gewalt verharmlost und verherrlicht.
Warum wird Ficken zur Abwertung und Erniedrigung anderer verwendet? Was hat Sexualität mit Gewalt und Scham zu tun? Die Antwort kann nur lauten, dass Fickt die Bullen deshalb als Parole verwendet wird, weil Ficken als Synonym für Gewaltausübung (psychisch und physisch) gegen die Polizei fungiert. Neben der sexistischen Ebene (da sexuelle Gewalt vor allem Frauen widerfährt), drängt sich auch noch der homophobe Aspekt auf: Der aktive Part (zu ficken) beim Verkehr wird fast nie als entwürdigend hingestellt, während der passive Part (gefickt werden) als Opfer, Schwächling, Schwuler, Mädchen gilt. Aktiv heißt Macht und Gewalt ausüben, Passiv heißt, Macht- und Gewaltausübung erdulden zu müssen.
Ein anschauliches Beispiel dafür ist auch MaKks Damage*, der in seinem Lied „Antideutsche Hurensöhne“ (natürlich ist allein der Titel sexistisch), davon redet, er sei nicht homophob, weil er weibliche wie männliche Antideutsche gleichermaßen ficken würde und sie ihm auch gerne einen blasen dürften. Was wäre aber, wenn er in diesem Lied für den passiven statt den aktiven Part eintreten würde? Würde er sich immer noch so mächtig vorkommen, wenn er statt andere zu ficken, sich für das Gefickt-Werden anbieten würde? Oder wenn er anderen einen blasen wollen würde? Wäre das dann nicht doch etwas zu schwul für den schwulenfreundlichen MaKks? Ich denke, die Antwort liegt auf der Hand.
Nochmal zur Parole. Sicher wäre die Parole ethisch betrachtet kaum erfreulicher, wenn sie andere Gewalthandlungen gegen die Polizei (nicht Bullen) beschönigte. Gewalt hat viele Facetten und jegliche Gewalt hat einen unmoralischen Aspekt. Ich will weder zur sexuellen noch zur sonst wie gearteten Gewalt gegen Menschen aufrufen.
Ich möchte mit diesem kurzen Beitrag meine Leser_Innen nur dafür sensibilisieren, Sexualität nicht mit Gewalt gleichzusetzen und auch in der Sprache darauf zu achten, dass sexuelle Gewalt weder als lustig, noch gerecht oder erstrebenswert dargestellt wird.

Für eine Welt, in der Sexualität nicht mehr mit Gewalt und Machtausübung assoziiert wird! Sexualität soll Freude und Genuss (für alle Beteiligten) verkörpern.
Eure veganfeminist.

P.S.: Selbstverständlich lässt sich „Antideutsche Hurensöhne“ nicht nur aus antihomophoben und antisexistischen Gründen kritisieren.
P.P.S.: Ich wurde selbst Opfer von Polizeigewalt und kann die Wut auf die Polizei gut nachvollziehen. Aber Hass ist niemals produktiv. Sucht Euch ein anderes Ventil.

* Ich weiß, dass M. D. nicht als repräsentativ für linke Kreise gelten kann, dennoch hat er scheinbar eine regen Anhängerschaft und die hier angesprochenen Inhalte seiner Lieder finden auch immer wieder in anderen Kontexten Verwendung.

die anti/sexistische tierbefreiungsbewegung ?!

Auf der meist vergeblichen Suche nach feministischen Veganer_innen und veganen Feminist_innen bin ich einige Male auf den Vorwurf gestoßen, dass die betreffenden Feministinnen lieber unter speziesistischen Feministinnen als unter sexistischen Antispeziesist_innen sind. Mal davon abgesehen, dass ich schockiert war, persönliche Interessen vor das Leiden der über 56 Milliarden Mordopfer* im Jahr zu stellen und mich die Verharmlosung des Speziesismus zutiefst anwidert, frage ich mich immer wieder, inwieweit dieser Vorwurf wirklich stimmt. Im Gegensatz zum konventionellen Tierschutz ist die Tierbefreiungsbewegung in ihrer geistigen Entwicklung sehr fortschrittlich und befasst sich nicht ausschließlich mit NMT**, sondern sehr wohl auch mit anderen sozialen Gruppen, die Diskriminierung, Unterdrückung und Gewalt ausgesetzt sind. Während sich manchmal in der Tierbefreiung (Zeitschrift, die teils auch kontroverse Ansichten veröffentlicht) darüber beschwert wird, dass die Tierbefreiungsbewegung sich als linke Bewegung gibt, finde ich dies weniger empörend, da es eine wünschenswerte und sinnvolle Kombination ist, menschliche und nichtmenschliche Interessen gleichermaßen zu berücksichtigen und Gerechtigkeit für alle einzufordern.

Doch ich weiche etwas vom Thema ab. Wie gesagt, es hat mich sehr beschäftigt, inwieweit die Tierbefreiungsbewegung sexistisch ist. Ich sage damit nicht, dass es keinen Sexismus bei Tierbefreier_Innen gibt, den gibt es hier wie überall sonst, denn auch Tierbefreier_Innen sind Teil der sexistischen Gesellschaft. Jedoch halte ich es für übertrieben, zu behaupten, dass sich damit nicht auseinander gesetzt würde oder dass die Tierbefreiungsbewegung sogar besonders sexistisch sei. Es stimmt, dass es Tierrechtler_Innen gibt, die nach dem Motto „Alles für die Tiere“, auch Diskriminierungen von Menschen in Kauf nehmen, wenn es nur der Verbreitung ihrer Ideen dient. Doch sehe ich diese Menschen eher beim konventionellen Tierschutz angesiedelt. Beobachtet werden kann es beispielsweise daran, dass vor allem Organisationen und Gruppen, die dem konventionellen Tierschutz zugeordnet werden können, durch Sexismus und Menschendiskriminierung auffallen, wie PeTA und die Tierschutzpartei.
Die Tierbefreiung würde jedenfalls sehr sicher Artikel veröffentlichen, die sich kritisch zu Sexismus in der Bewegung äußern, so wie sie es auch bereits taten. Und auf dem diesjährigen Tierbefreiungskongress gab es ebenfalls antisexistische Workshops. („Ansätze der Tierrechts- und Tierbefreiungstheorie. Moralphilosophie, Sozialkonstruktivismus, Linguistik und Feminismus/Gender Studies“ und „(Anti-)Sexismus-Workshop“ und „Definitionsmacht und antisexistische Praxen“)

Es ist nicht die Heiligsprechung, aber immerhin ein Anfang. Und wenn niemand das Thema in die Bewegung trägt, kann es auch nicht diskutiert und aufgeschlüsselt werden. Es braucht viele Stimmen, um etwas zu bewegen und statt sich zurückzuziehen, könnte auch gemeinsam der Schritt nach vorne gewagt werden. Das mag nicht immer einfach sein, aber egal, für welchen Fortschritt in der Gesellschaft wir uns einsetzen, wir alle mussten und müssen die Erfahrung machen, dass es nicht einfach ist – und genau deshalb umso wichtiger.

Ich möchte also alle Antisexist_Innen ermutigen, sich weiter oder neu für NMT zu engagieren und wenn Ihr nichts findet, was Euch zusagt… Stellt doch einfach ein neues Projekt auf die Beine! Es gibt über 56 Milliarden Gründe, dies zu tun.

Wenn nicht wir, wer dann?

* Zahl der Tiere, die jährlich als sog. „Nutztiere“ für den menschlichen Konsum sterben (ohne Meereslebewesen)
** Nichtmenschliche Tiere

„kz-vergleich“ in tierrechtskreisen

Ein gern genutztes, wenn auch völlig unhaltbares, Argument von Anti-Antispes/Anti-Veganis ist ohne Zweifel der sog. KZ-Vergleich, der in veganen/antispez. Kreisen so häufig verwendet würde. Unhaltbar deshalb, weil zum einen dieser eine Kritikpunkt kein Argument gegen Antispeziesismus oder Veganismus darstellt, sondern lediglich gegen die Verwendung des Vergleiches und weil zum anderen dieser Vergleich in Tierrechtskreisen praktisch keine Verwendung findet. Ich kenne jedenfalls keine ernst zu nehmende Tierbefreiungs-/Tierrechtsgruppe und auch keine Einzelpersonen aus jenen Kreisen, die diesen Vergleich nutzen oder gutheißen. Natürlich weiß ich, dass es bereits vorkam, wie beispielsweise bei PeTA, Helmut Kaplan* und dem Kopf der Tierschutzpartei. Diese beiden Organisationen und die Einzelperson haben allerdings auch nichts mit der ernsthaften Engagement für Tierrechte zu tun, sie sind NICHT antispeziesistisch und NICHT vegan.
Worauf ich eigentlich hinaus wollte: Während die Negativ-Beispiele rauf und runter diskutiert und verpöhnt werden, werden die Positiv-Beispiele tunlichst verschwiegen. So hat sich die TAN (Tierrechts Aktion Nord) bereits 2004 von dem KZ-Vergleich distanziert und eine sehr umfassende Kritik daran formuliert. Das Vegane Linke Forum hat diesen Text ebenfalls seit ich das Forum kenne ganz oben unter ihrem Banner verlinkt und Nandu hat nicht nur den TAN-Text veröffentlicht, sondern auch einen eigenen Text zur Distanzierung formuliert und veröffentlicht.
Es ist mir auch noch nicht untergekommen, dass Einzelpersonen in meiner Gegenwart diesen Vergleich nutzten, was nicht heißen soll, dass es das nicht gibt, aber dass der Vorwand, Tierrechtler_innen seien antisemitisch oder menschenfeindlich wohl eher dazu genutzt wird, um von der eigentlichen Problematik (dem Umgang mit Nichtmenschen) abzulenken.

Die erwähnten Texte können hier nachgelesen werden:
- Auschwitz liegt nicht am Strand von Malibu und auch nicht auf unseren Tellern. Kritische Anmerkungen zum „KZ-Vergleich“
- Nandu und der KZ-Vergleich

Hinweis: Ich werbe nicht für die o.g. Gruppen, sondern zeige nur auf, dass es in Tierrechtskreisen sehr wohl ein Bewusstsein dafür gibt, dass und warum der KZ-Vergleich unangebracht ist. Kritikpunkt an der TAN ist beispielsweise ihre Stellung zu Israel und Kritikpunkt an Nandu ist beispielsweise, dass sie Nichtmenschen durch ihr betont witziges Auftreten teilweise lächerlich machen.

* Helmut Kaplan hat doch tatsächlich fahnentraeger.com ein Interview zum Thema „Holocaust-Vergleich wird immer wichtiger“ gegeben! (Ich verlinke diese Seite nicht. Informieren könnt Ihr Euch ja trotzdem.)

veganis, die tiere halten. heuchelei oder moralische verpflichtung.

Bedeutet die Ablehnung der Tierhaltung, dass Veganer_innen keine Tiere halten sollten? Einige würden diese Frage sicher auf den ersten Blick mit „ja“ beantworten. Jedoch ist dies unter konsequenter Einhaltung des Tierbefreiungsgedankens nicht korrekt. Wenn es die Tierzucht nicht gäbe oder wenn es keine Wildtiere gäbe, denen gegenüber wir zur Hilfeleistung moralisch verpflichtet sind, wäre es sicher korrekt. Aber dem ist nicht so. Durch die Tierzucht wurden viele Tierarten in die Situation versetzt, nie wieder oder nur schwer ohne menschliche Hilfe auskommen zu können. Dies bedeutet, dass die konsequente Weigerung, ein hilfebedürftiges Tier aufzunehmen, dessen (unnötig frühzeitigen) Tod besiegelt. Einzig korrekt ist eine leichte Abwandlung des oben genannten Satzes: Die Ablehnung der Tierzucht und Tiernutzung bedeutet, dass Veganer_innen keine Tiere züchten, nutzen und derartige Praktiken fördern sollten. Es lässt sich also ganz leicht erkennen, dass eine reitende Veganerin gegen die Rechte der Tiere verstößt, da sie ein Pferd aus Eigeninteresse nutzt (ausbeutet), dass eine Veganerin, die ein Pferd aufnimmt und so gut wie möglich versorgt, nicht gegen die Rechte der Tiere verstößt, da sie das Tier nicht nutzt, sondern lediglich hält und versorgt, weil es (nicht mehr) frei leben kann. (Unter der Voraussetzung, dass das Tier keinen unwürdigen Bedingungen ausgesetzt wird.) Werden Tiere selbstlos (ohne Eigeninteresse) versorgt, also weder genutzt noch absichtlich oder fahrlässig gezüchtet, so widerspricht dies nicht dem TB-Gedanken – im Gegenteil. Damit erfüllt die entsprechende Person nur ihre moralische Verpflichtung anderen Spezies gegenüber. Dass diese Pflege den Bedürfnissen der Tiere niemals komplett gerecht werden kann, ist nicht die Schuld der pflegenden Veganerin, sondern die Schuld der Menschen, die Tiere züchten und die Zucht fördern. Erst dadurch wird die Welt mit Tieren überschwemmt, um die sich irgendwer kümmern muss oder die einem vorzeitigen Tod überlassen werden müssen. Hobbyzucht (unter humanen Bedingungen) ist also moralisch genau so verwerflich wie die kommerzielle Zucht von Tieren, obwohl jene Hobbyzüchter_innen immer wieder betonen, wie sehr sie die Tiere lieben und dass sie ihnen ja nie schaden wollen würden. Aber diese Phrase muss sich immer als unwahr herausstellen. Zum einen muss beachtet werden, dass Tierliebe ein normales speziesistisches Phänomen ist und keineswegs mit dem Speziesimus in Konflikt steht. Des weiteren sind die Pflegekapazitäten der Menschen immer begrenzt, das bedeutet, dass es nicht nur enscheidend ist, dass von einer Art nicht zu viele Tiere produziert werden, sondern dass von allen Arten nicht zu viele produziert werden. (Unter moralischen Aspekten sollten natürlich, wie bereits gesagt, gar keine Tiere produziert werden. Auch nicht aus Artenschutzgründen.) Wenn also eine Person beispielsweise Dalmatiner züchtet und mit allen anderen Züchter_innen in Kontakt stünde und diese Gruppe von Züchter_innen niemals mehr als 50 Welpen produzieren würden – was würde das helfen, wenn der Markt bereits mit Millionen Welpen anderer Rassen überschwemmt ist, für die es gar keinen Platz in freundlichen Zuhausen gibt? Genau dies ist nämlich der Fall. Die Menschen produzieren derartig viele Tiere, weil sie egoistisch handeln (Geldinteresse, emotionale Gründe) und das Problem der Tierzucht nicht global betrachten. Obwohl fast alle Menschen wissen, dass die Tierheime überfüllt sind, Millionen von Tieren auf der Straße hocken, verhungern, ein unwürdiges Leben führen oder umgebracht werden, hindert es sie nicht daran, genau in diesem Augenblick, wo diese Tiere ihr schlimmstes Schicksal durchleben müssen, weitere unglückliche Tiere zu produzieren, die entweder eine Abnehmerin finden und damit ein anderes Tier zur Obdachlosigkeit oder dem Tod verurteilen oder sie selbst das Schicksal dieses anderen Tieres ereilt. (Dies ist übrigens ähnlich der Zucht menschlicher Wesen – Wie können moralische Menschen Kinder in die Welt setzten, solange es noch Hunderttausende gibt, die in Heimen ohne ein liebevolles Zuhause groß werden müssen?)
Veganer_innen können und sollten diese Probleme nicht ignorieren. Wer die Tierhaltung so konsequent ablehnt, dass er oder sie sich weigert, einem Tier in Not zu helfen, sollte sich ernsthaft fragen, inwieweit sein oder ihr Veganismus noch dem Wohle der Tiere dient. Es ist nicht nur eine Option, sondern unsere moralische Verpflichtung (eine unter vielen), so viele pflegebedürftige Tiere wie möglich aufzunehmen und zu versorgen. Wer selbst dazu nicht in der Lage ist, sollte zumindest andere vertrauenswürdige Personen und Gruppen (Lebenshöfe) darin unterstützen, Tieren ein Obdach zu geben. Wie kann ein Mensch sich über Euthanasiezahlen von Tierheimen und ausgesetze Tiere beschweren, aber selbst nichts dazu leisten, diesen Tieren zu helfen, obwohl er oder sie es doch könnte?

In diesem Sinne: adoptiert pflegebedürftige Tiere oder unterstützt andere, die es tun. Dies ist kein Zeichen eines heuchlerischen, sondern eines konsequenten Veganismus!

Empfehlenswerte Artikel zum Thema:
Ist jede Kampagne eine Einzel-Thema-Kampange? (single issue campaign)
Die Wichtigkeit von Adoption

„genderneutral“ ist ein problem

Selbstverständlich möchte ich keinesfalls die Bestrebung, Geschlechterdichotomien aufzulösen, infrage stellen. Es geht mir nicht darum, alte Rollen oder Geschlechter wiederaufleben zu lassen, es geht mir nur darum, zu zeigen, dass in der heutigen Welt ein genderneutrales Denken, Schreiben, Verhalten einige Probleme verursacht statt sie zu beheben. Vielleicht ist vielen das klar – oder auch nicht. Ich bin mir nicht sicher, deswegen möchte ich es mir von der Seele schreiben.

Probleme zeigen sich zum Beispiel da, wo Gefo*-Studierende Umfrageblätter sabotieren und das männlich/weiblich Kästchen nicht nutzen, sondern eine zusätzliche Option erfinden. (Beispielsweise queer, feminist, trans, nichts, alles, etc.) Zweifellos ist dies eine super kreative und witzige Aktion, aber die Frage ist, ob sie wirklich nützlich ist. Das einzige, was die Auswertung solcher Fragebögen ergeben würde, wäre, dass es Menschen gibt, die die bisherigen Kategorien ablehnen – und das wissen wir auch so. Ein Zeichen setzen wir damit gewiss nicht, denn es ist sehr wohl im Interesse der Gefo, herauszufinden, was männlich bzw. weiblich konstruierte Menschen beim Studium erleben. Wenn wir heute schon so täten, als gäbe es die M-W-Dichotomie in der Gesellschaft nicht mehr, wie können wir dann noch die Unterdrückung von Frauen kritisieren? All die Argumente, die seit Jahrzehnten bekannt sind (zu wenige Frauen in gehobenen Positionen, unterbezahlt, besonders von sexualisierter und anderer Gewalt betroffen etc.) würden dann keine Gültigkeit mehr haben, denn es gibt ja nur noch Menschen, keine Frauen und oder Männer. Dies würde zu genau der Einstellung führen, die heutzutage schon verbreitet ist und verheerende Folgen für die Emanzipationsbestrebungen der Frauen hat: Die Einstellung, dass sie Gleichberechtigung ja erreicht sei, es nur noch Menschen gibt, die teilweise Diskriminierung, schlechten Arbeitsbedingungen usw. ausgesetzt sind, aber dies nicht aufgrund ihres (sozial konstruierten) Geschlechts.
So komme ich denn zu der Erkenntnis, dass eine genderneutrale Politik erst dann begrüßenswert ist, wenn auf dem jeweiligen Gebiet bereits Gleichberechtigung erreicht bzw. annähernd ist. Solange die Geschlechter in den Köpfen der Menschen noch existieren, können Gefos nicht einfach so tun, als sei dem nicht so. Solange eine soziale Gruppe (ob nun Frauen, Jüd_innen, Schwarze etc.) benachteiligt ist, muss ihr durch spezielle Förderungen bei der Emanzipation geholfen werden. Die Unterdrückung einer Gruppe einfach damit abzutun, dass Unterschiede unter Menschen sowieso nur sozial konstruiert seien, wird nicht helfen, diese Unterdrückung zu beenden, sondern nur dazu beitragen, das Problem unter den Teppich zu kehren.
Wie stehe ich nun also zu queerer Praxis? Grundsätzlich bin ich natürlich nicht dagegen, aber sie sollte wohlüberlegt umgesetzt werden. Umfragen zu manipulieren, kann teilweise nützlich, teilweise schädlich sein und ein bisschen soll mensch ja auch die Utopie vorleben, die er_sie einestags umgesetzt haben will. Diese Träumereien sollten jedoch nicht blind machen vor den Zuständen und Gegebenheiten in der aktuellen Gesellschaft.
Danke.

* Gefo = Geschlechterforschung, auch bekannt als Gender Studies

greenpeace bricht das schweigen

Nachdem Greenpeace mir noch anfangs des Jahres per Mail mitteilte, dass sie sich in die Essgewohnheiten der Menschen nicht einmischen wöllten, da dies eine persönliche Entscheidung sei (aber „grünen Strom“ nutzen, Müll recyceln irgendwie nicht?!), passierte es nun doch: Die aktuelle Ausgabe des Greenpeace Magazins (Juli-August 2010) steht unter dem großen Banner „Essen spezial“. Meine anfänglichen Erwartungen gingen Richtung CO2-Ausstoß bei (Gemüse- und) Burgern und Wasserverschwendung bei Rind“fleisch“produktion. Ein bisschen wurde diese Erwartung auch erfüllt, doch für Greenpeace-Verhältnisse lehnt sich diese Ausgabe ganz schön weit aus dem Fenster – es wimmelt nur so von vegetarischen Zitaten, die das Schlachten verurteilen, es gibt Bilder von einer panisch blickenden Kuh, der gerade ein Bolzenschussgerät an die Stirn gepresst wird oder von drei Schafen, die auf zwei gehäutete und an den Hinterbeinen aufgehängte Artgenoss_innen blicken.

Obwohl die GP-Politik so lange Zeit das Thema Vegetarismus (Veganismus erst recht) tabuisiert – plötzlich brechen sie das Schweigen. Was ist passiert? Ich kann es natürlich nicht sagen, aber mir fallen ein paar Vermutungen ein. Wie kann ein Umweltmagazin, dass so großen Einfluss hat und immer wieder für seine grandiosen (zumindest von GP-Fan_innen) und ehrlichen Berichte gelobt wird, das für den Menschen zentrale Thema Ernährung so konsequent ausblenden? Außer regionale Fische- und Rindermörder_innen näher zu beleuchten, hatten frühere Ausgaben der GP meist nicht viel zu bieten (auch wenn ich natürlich nicht alle kenne). Außerdem schwieg auch die Homepage den Vegetarismus und Veganismus immer tot, stattdessen haben tierverachtende Kampagnen z. B. gegen Genmilch (aber für Kuhmissbrauch und Kälbermord) schon immer einen großen Raum eingenommen. Wenn es also doch mal um Essen ging (obwohl Tiermilch so unökologisch ist!), wurde dieser „Genuss“ lediglich aus der Position der menschlichen Konsument_in beleuchtet.

Doch diese Ausgabe ist anders! Ist sie das? Nun, ich gebe zu, sie ist nicht so tierverachtend, wie ich es von GP erwartet haben. (Das werden sie in der nächsten Ausgabe garantiert wett machen. Ich freue mich schon auf die Leser_innenbriefe, auch wenn wir leider nur einen kleinen Ausschnitt zu sehen bekommen werden. GP verrät seine vor allem nekrophagen Kund_innen!)
Aber kommen wir endlich zum Inhalt. Schon das Cover drängt Tierfolter_innen in eine unangenehme Gedanken-Ecke „Schlachthof: Wie Tiere fühlen“ und „Vegetarier[sic!]: Grün essen boomt“ können wir in schönen Kapitälchen lesen. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass die meisten Leute ab hier schon keine Lust mehr haben, das Heft aufzuschlagen; es erinnert einfach zu stark an die nervigen Hippies in der Fußgängerzone, die einem immer irgendwelche Flyer über „Fleischlos genießen“ oder „Grauen im Schlachthof“ aufschwätzen wollen. Dennoch werden wohl die ein oder anderen einen Blick riskieren – sei es nur, weil sie die GP nun mal abonniert haben und auch was sehen wollen für ihr Geld. Dennoch. Sehr unangenehm. Über Schlachthäuser redet mensch nicht. Auch wenn er_sie sie (ausgiebig) finanziert.
Immerhin 5 der 16 Themen haben direkt mit Veganismus oder zumindest Vegetarismus zu tun. Gleich der erste Artikel „Vegetarier[sic!] Immer mehr Menschen sind fleischlos glücklich“ handelt vom Vegetarismus (achja! ;)), bei dem auch einige Veganer_innen zu Wort kommen. Dann haben die Leute erstmal 42 Seiten lang Ruhe, bevor zwei (äußerst schlechte!) Artikel folgen, einmal „Bodybuilder Tierlieber Weltmeister“ (wir ahnen es, jaa, Alexander Dargatz) und „Veganer Restaurant-Geheimtipp in Leipzig“ (manche ahnen es, jaa, das Zest(1)). Nochmal 10 Seiten Pause, dann kommen wohl die unangenehmsten Artikel dieser Ausgabe: „Schmerz Wie wir Tiere leiden lassen“ und „Tiere essen Aufrüttelnder Bestseller von Jonathan Safran Foer“.

Was gibt es jetzt denn also noch zu meckern? 20 der 80 Seiten beschäftigen sich direkt mit Tierleid und deren Vermeidung (wobei das beim Vegetarismus natürlich nicht korrekt ist), aber Veganer_innen haben wohl immer was zu meckern. So auch ich. Da ich gut erzogen wurde, beginne ich aber mit dem Positiven: Es freut mich, dass GP mal Perspektiven jenseits des „Fleisch“vertilgens beleuchtet hat und dass der Veganismus darunter sogar einen Recht großen Raum einnahm. Dass moralische Beweggründe als Hauptgrund für diesen Lebensstil genannt wurden, freut mich ebenso. Dass blutige Bilder gezeigt werden, freut mich besonders (nicht aus sadistischen Veranlagungen, sondern weil diese Impressionen der Bauernhofidylle gern verschwiegen werden), auch wenn ich gerne eine Auskunft über die Herkunft der Bilder hätte. Es gab sogar auch einen veganen Kochbuchtipp, dafür schieb ich noch ein kleines Lob hinterher.
So, geschafft, nun zum Negativen. Obwohl ständig über Vegetarismus geschwafelt wird, bezweifel ich, dass die Menschen nach dem Lesen der 20 Seiten wirklich schlauer sind, WAS Veggies und Veganis überhaupt essen können. Klar, mit hübschen Bildern von rohem Obst und Gemüse wurden wir wie so oft überschüttet, aber eigentlich ging es hier doch nicht um vegane Rohkost? Das Bild von der salatmampfenden Asketin wurde überhaupt nicht angegriffen, im Gegenteil. Tofu und Seitan werden nur zweimal kurz erwähnt und vegane „Fleisch“- und Milchprodukte überhaupt nicht. Stattdessen ein kurzer Artikel über „Fleisch“ aus Tiermilch, in dem Tofu auch noch deshalb diskreditiert wird, weil es sich eben nicht wie zähe Leiche anfühlt. Hinzu kommt, dass nicht ein einziges Mal erwähnt wird, dass für Veggies auch Tiere gequält und umgebracht werden. Noch schlimmer: Der vegane (!) Besitzer des Zest sagt doch tatsächlich, dass für Tiermilch und Eier keine Tiere umgebracht werden (müssten) und: Eier seien ungeschlüpfte Küken. Ähm, wenn überhaupt sind befruchtete Eier ungeschlüpfte Küken, aber diese kommen in der Eier-Massen“produktion“ so gut wie nicht vor, schließlich werden die männlichen Tiere vergast oder zermust (2) und die weiblichen Tiere können ihre Eier bis heute noch nicht selbst befruchten. Des weiteren passen die Artikel nicht zusammen. Was von den Toleranten sicher als Meinungsvielfalt wahrgenommen wird, sehe ich nur als gängige Strategie von GP: Bloß nicht zu radikal, die Leute werden sich sowieso schon aufregen, wenn „wir“ über Veggies reden. Eine Seite vor veganem Ex-Bodybuilder und Restaurant geht es z. B. um einen englischen Milchbauern, der regional liefert (yeah, das ist schon eher GP-Stil). Immerhin sind sie nicht unehrlich, wenn sie betonen: „So profitieren alle: die Kunden[sic!], die Milchbauern[sic!] und die Umwelt.“ – aber eben nicht die Kühe (das „alle“ ist dann aber doch gelogen.). Oder – noch seltsamer, aber auch gängiger GP-Kurs – es wird sich über das Aussterben von „Nutztier“rassen in Deutschland und anderswo auf der Welt beschwert: Der böse Kapitalismus sorgt dafür, dass ineffiziente Rassen aussterben – dass der böse Kapitalismus Milliarden Tieropfer im Schlachthaus fordert, ist hingegen anscheinend weniger bedenklich. Übrigens sollte wohl allen Menschen klar sein, dass die Ablehnung tierlicher Lebensmittel genau dazu führt: Zum Aussterben der „Nutztiere“. Das einzige Argument, warum dies tragisch sei, ist anscheinend der Verlust der Arten- bzw. konkreter Rassenvielfalt. Nur dass, im Gegensatz zur freien Natur, durch die Vielfalt der „Nutztier“rassen keine Vorteile entstehen, da diese Lebewesen sowieso künstlich erzeugt wurden und keine biologische Funktion erfüllen (3). Weiter fällt auf, dass bis auf ein einziges Mal, niemals von Tierrechten die Rede ist, obwohl die moralischen Beweggründe für Veggies und Veganis in den Vordergrund gestellt wurden. Die einzige Tierrechtlerin (ohne Erklärung, was Tierrechte seien), kommt im letzten Artikel über das Buch „Tiere essen“ vor, in der erwähnt wird, dass sie einem angeschlagenen Küken in einer Tierfabrik die Kehle durchschneidet – kein sehr repräsentatives Bild von Tierrechtler_innen, oder? Tierbefreiung wird natürlich überhaupt nicht erwähnt. Der „Tu-Was-Tipp“ dieser Ausgabe ist übrigens jeden Sonntag Biofleisch zu essen und dafür die restlichen Tage vegetarisch – dann schmeckt’s auch gleich viel besser. Und zu guter letzt – wie könnte es auch anders sein! – gibt es zahllose Beispiele speziesistischer Sprache, z. B. „vier Stück Vieh“, „zukünftiges Schnitzel“ usw.

Um endlich einen Abschluss zu finden: Meiner Meinung nach ist der einzige lesbare Artikel „Schmerz Wie wir Tiere leiden lassen“ bzw. auf Seite 68 heißt er dann „Wie Tiere fühlen“. Kritisch ist hier jedoch, dass eine vollkommen unreflektierte Beweisführung tierlichen Schmerzempfindens durch grausame Tierversuche dargestellt wird, während die eigentliche Problematik, dieses Wissen durch Quälerei zu gewinnen, überhaupt nicht angegriffen wird.

Fazit: GP bleibt eben GP. Wer sich über Tierrechte bzw. Tierbefreiung informieren möchte oder andere darüber informieren möchte, ist dort eben eindeutig an der falschen Adresse. Die aktuelle Ausgabe hat wohl maximal dazu geführt, dass die Akzeptanz von Veggies leicht gestiegen ist, aber nicht, dass es die Leser_innenschaft gelüstet, selbst der Tierquälerei zu entsagen.
(Für Gegenbeweise bin ich natürlich dankbar!)

(1) Wobei das Zest nicht wirklich als (rein) vegan gelten kann, da selbst im Artikel davon die Rede ist, dass sie auf Wunsch den Gästen Tiermilch und Parmesan aushändigen.
(2) In ökologischer „Haltung“ werden die männlichen Tiere auch meist als Babies umgebracht, denn für die „Fleischproduktion“ gibt es spezielle Züchtungen.
(3) Ich weise darauf hin, dass für mich die biologische Funktion eines Tieres nicht entscheidend ist, sie ist es aber für Artenschützer_innen, ohne dabei auf die individuellen Bedürfnisse der Tiere zu achten.

BARF ich kotzen?

BARF ich kotzen?
– Die Lüge vom geschichtslosen „Fleisch“

Dass sich die tiermordenden Durchschnittsmenschen mit der BARF-Propaganda abgeben, kann ich ja noch halbwegs nachvollziehen. (Wobei es selbst da kritische Stimmen gibt, aber nur wegen der Nährstoffe, nicht wegen der Opfer.) „Argumente“ wie „Fleisch ist so natürlich“ und „Hunde (Katzen, Menschen) sind eben Fleischfresser (_innen)“ kommen bei solchen Gruppen eben gut an, weil es in abgeänderter Form auch die eigene Unmoral rechtfertigt. Aber Veganer_innen? Vor allem noch jene, die immer wieder aktiv in Erscheinung treten, etwas von Gerechtigkeit, Anerkennung, Respekt, Mitgefühl, Ökologie daherschwafeln. Ja, sogar diese. Ich kenne seit Neustem zumindest eine (aber nicht mehr als ich muss) und weiß aus diversen veganen Foren, dass es recht viele vermeintliche Veganer_innen gibt, die den Speiseplan ihrer Haussklav_innen doch etwas anders als ihren eigenen zusammenstellen – Denn Hünd_innen und Katzen vegan zu ernähren ist ja Tierquälerei. Ganz und gar keine Tierquälerei ist hingegen das Vollstopfen mit Tierleichen, die eigentlich nie auf ihrem Speiseplan in Freiheit stünden oder das Einsperren der Haussklav_innen und Fleischlieferant_innen, ihre vorsätzliche Ermordung, die erzwungene Dressur, die Vorgabe des Wohnraums, der Essenszeiten, das Verfüttern minderwertigen Schlachtabfalls, mit Medikamenten und Hormonen verseuchte Tiere usw. usf., die tierärztliche Behandlung, die zwar nützlich sein kann, für das Tier aber eine Tortur ist und keineswegs „natürlich“ (…)
Worauf ich aber eigentlich hinaus will: BARF-Versände kauen einem oder einer praktisch das letzte Fetzchen Haut vom Ohr ab, um darzulegen, wie GESUND und ARTGERECHT und NATÜRLICH die Ernährung von Hünd_innen und Katzen mit rohem „Fleisch“ doch sei. Dennoch müssen selbst sie zugeben, dass Gemüse beigegeben werden sollte und einige Tierarten nicht für die Verfütterung in Frage kommen (z. B. Schweine wegen der Seuchengefahr – aber naja, eigentlich könnte dies doch das Risiko in freier Wildbahn simulieren, ein krankes Tier zu erwischen, oder? – Und natürlich Hünd_innen und Katzen an sich, obwohl diese allein durch die tierärztliche Euthanasie sicher in ökonomisch verwertbarem Maße anfallen. Menschen übrigens auch nicht.) und dabei völlig ignorieren, vergessen oder bewusst verschleiern, dass „Fleisch“ NICHT AN BÄUMEN WÄCHST und auch das „Fleisch“ liefernde Tier eine Geschichte zu erzählen… hätte. Ob nun Hirsch, Wildschwein oder domestizierte Zuchtsklav_innen: Jedes Tier hatte ein eigenes Leben, welches keineswegs „von Natur aus“ dazu diente, im Fressnapf eines verwöhnten Schoßhündchens zu landen. Die, die sich nie auch nur das geringste um die Artgerechtigkeit der Gefangenhaltung von Tieren scherten (Warum gibt es „Haus“tierhaltung?), setzen sich plötzlich dafür ein, dass wenigstens das Essen artgerecht sein sollte. Schon komisch. Da werden Milliarden von Tierschicksalen zugunsten einiger Tausend als einzige als liebenswert angesehen Kreaturen ausgeblendet. Die meisten BARF-Versände, die ich begutachtete, bieten „Fleisch“ aus konventioneller oder nicht näher deklarierter Herkunft, einer hatte auch schon mal Bio-Hühnerleichen im Angebot. Ein ziemlich schlechtes Ergebnis, dafür, dass es sich um eine angeblich so gesundheitsorientierte Ideologie handelt.

Die Argumente der BARFler_innen (und tw. vieler Verfütter_innen unveganer Tiernahrung.):

Hunde und Katzen sind Carnivore./brauchen „Fleisch“.
Hünd_innen sind eher Gemischtköstler_innen, deren Verdauungssystem stark dem des Menschen ähnelt, weshalb sie bezugte Kandidat_innen sind, wenn es darum geht, in solchen Bereichen Tierversuche zu machen. Katzen können schon als Carnivore eingeordnet werden. Nur dumm, dass diese Einordnungen nichts zur Sache tun, denn auch Carnivore können vegan ernährt werden. Diese Tiere brauchen keine Tierleichen, sondern nur bestimmte Nährstoffe, die sie in Freiheit zwar vor allem über Tierleichen gewinnen würden, in Gefangenschaft aber auch andere Optionen haben. Und eine davon ist die ethische Form der veganen Versorgung.
Vegane Ernährung ist Tierquälerei.
Vegane Ernährung ist keine Tierquälerei. Tierquälerei ist, dem Tier absichtlich Schäden zuzufügen. Bleibt das Tier durch die Ernährung gesund, ist es keine Tierquälerei. Der Vorwurf des unterdrückten Jagdtriebs hinkt ebenso. Jagen ist v.a. erlernt, Katzen erlernen ihn z.B. in der Dritten Woche. Desweiteren kann der Jagdtrieb durch Spielen befriedigt werden. Außerdem ist gebarftes „Fleisch“ eh kein erjagtes. In diesem Fall sind Hünd_innen und Katzen den Menschen wohl sehr ähnlich: Hauptsache es schmeckt.
Hund/Katze sollen selbst ihr Essen wählen.
Nein, das sollten sie nicht. Wer Hünd_innen und Katzen bezüglich ihrer Essenswahl eine Mündigkeit zuspricht, macht sich lächerlich. Viele Hünd_innen würden liebend gern Schokolade essen, die aber für sie giftig ist und Katzen erkennen eine vergiftete Ratte manchmal auch erst dann, wenn es zu spät ist. Des weiteren können diese Tiere nicht wissen, unter welchen Bedingungen ihr Essen hergestellt wurde, ganz davon abgesehen, dass sie wohl sowieso nicht in der Lage sind, Empathie für sie zu empfinden. Hünd_innen und Katzen sind in diesem Punkt genau so unmündig wie menschliche Kinder. (Oder würden sie ihren Kindern erlauben, sich permanent mit Süßigkeiten vollzustopfen, weil’s eben so gut schmeckt und alles andere bleiben zu lassen?)
In Freiheit würden Hunde/Katzen auch jagen.
Sie sind aber nicht in Freiheit. Und dank engagierter Nachzucht sind sie wohl zur ewigen Gefangenschaft verdammt. Aber wenn Du so drauf bestehst: Kastrier Dein Tier (uups, wie unnatürlich) und lass es frei, mal sehen, wie lange es sich durchschlagen kann.
Des weiteren müsste BARF dann beide Seiten berücksichtigen: Jäger_innen und Gejagte. Denn in Freiheit haben „Beute“tiere die Möglichkeit zur Flucht und schlechte Jäger_innen verhungern.
Rohes Fleisch ist gesünder als Dosen“futter“.
Rohes Fleisch ist wohl vor allem gesünder als unveganes Dosen“futter“ – aber auch nur für die Empfängerin, nicht die Lieferantin. Da es aber noch andere Alternativen zu Tierleichen gibt, ist das ebenfalls kein Argument. Es ist kein „Der Hund oder die Kuh?“-Fragespielchen, sondern die vernünftige Einsicht sollte wohl lauten „Der Hund und die Kuh.“.

„Fleisch“ hat immer eine Geschichte und es kann nie „artgerecht“, „natürlich“ oder was auch immer für Phrasen ihr euch einfallen lasst, gewonnen werden.

„menschenfleisch, nein danke!“

Unvegane Formen der Genuss- und Lustfeindlichkeit

Immer wieder wird Veganer_innen (v.a. aus einer ganz bestimmten Richtung) Genuss- und Lustfeindlichkeit vorgeworfen. Daran verwunderlich ist eigentlich nur, dass es tausende unvegane Formen der Genuss- und Lustfeindlichkeit gibt, mit diesen wird seltsamer Weise nicht so radikal abgerechnet wie mit der veganen, wobei diese jedenfalls noch die vernünftigste ist.
Zweifelsohne muss es als genussfeindlich gelten, generellen Verzicht auf Menschenfleisch (1) zu üben, ein Verzicht, dem sich fast alle Menschen dieses Planeten zu beugen scheinen. Da Menschen „aus einer ganz bestimmten Richtung“ es dann auch noch ablehnen, Begründungen für dieses Verhalten aus Moral- und Justizsystemen zu ziehen, bliebe die Frage offen, wie sie dieses Verhalten rechtfertigen. Biologie? (Instinkt, die eigene Art zu erhalten, nicht zu fressen?) Gewohnheit? (Von Kindstagen an mit den Teilen anderer Tiere gefüttert und deshalb daran gewöhnt und etwas verwöhnt.) Bla? (Geht Dich nix an, ich mach, was ich will.) Verfügbarkeit? (Ein Zustand, an dem sich zweifellos etwas ändern könne, außerdem gebe ich die Überbevölkerung zu bedenken.) Alles nicht sehr überzeugend. Manche_r mag noch mit religiösen Vorstellungen daher kommen, aber es ist schon seltsam, dass der_die Gött_in die Zerstörung seiner_ihrer gesamten Schöpfung locker sieht, bei der Schöpfung „Mensch“ dann aber eine große Ausnahme macht. Noch dazu hat Religion bei dem angesprochenen Menschenkreis eh keinen guten Stand (außer das Jüd_innentum, nicht aber wegen der religiösen Richtigkeit.). Bliebe noch Geschmack. Ich halte es für unwahrscheinlich, dass ALLE bzw. die Mehrheit der Menschen keinen kulinarischen Genuss an Menschenfleisch findet. Noch dazu ist es ja wie mit allem anderen Fleisch auch: Die Art der Zubereitung macht’s.
Aber wenden wir uns nun einmal vom Menschenfleischverzicht ab. Wir waren gerade bei Religion. Auch hier gibt es dutzende Beispiele für unvegane Genussfeindlichkeit. Die Speisevorschriften der Jüd_innen und Moslems waren vielleicht noch vor 2000 Jahren einiger Maßen zu rechtfertigen, mittlerweile aber nicht mehr. Aber unabhängig davon, ob mensch die Vorschriften als sinnvoll oder -frei betrachtet, einfach wegen des Glaubens auf bestimmte tierliche Produkte zu verzichten, ist genussfeindlich. Nur dumm, dass es im Allgemeinen weniger gesellschaftstauglich ist, gegen die Religionsfreiheit zu hetzen, bei Gewissensfreiheit (bzgl. Veganer_innen) sieht es da schon anders aus. Da platzt selbst dem tolerantesten Omni schon mal der Kragen. Sämtliche tierlichen Fleischarten vom Teller wegzureduzieren, ist dann eben was anderes, als mal ein, zwei Tierarten zu verschonen.(2) Lustfeindlich sind Religionen ja sowieso.
Eine weitere Form der unveganen Genussfeindlichkeit ist die instincto (und vegetarische) Rohkost. Wenn auch seltener vertreten als z. B. Forderungen nach halal und koscheren Tierprodukten, so lässt sich der BARF-Trend für Menschen doch nicht verschweigen. Angeblich steht Gesundheit hier im Vordergrund, aber wahrscheinlich ist für den_die Durchschnittsbürger_in dennoch unverständlich, warum mensch nicht auch mit einem gut durchgebratenen Steak gesund sein kann. (Dieses Argument lassen sie ja schon bei Veganer_innen nicht gelten, obwohl es ja unbestreitbar ist.) Die Deutschen werden im Allgemeinen sehr aggressiv, wenn sie geistig schon die Bratwurst verschwinden sehen und nur noch Sauerkraut und Kartoffeln übrig bleiben. (Beides übrigens nicht Rohkostgeeignet, also auch weg damit.) Da lässt sich die Fixierung auf’s Veganer_innenmobbing wohl nur durch die Anzahl und Penetranz der Veganer_innen erklären, denn Rohkost müsste auf dem Lustfeindlichkeitsbarometer ganz oben stehen.
Gibt es weitere Formen? Diäten jeglicher Art sind zweifellos genussfeindlich, ebenso die Versessenheit auf Bioprodukte. Generell lässt sich sagen, dass jeglicher Nichtkonsum IRGENDEINES Produktes genussfeindlich ist, da damit die Masse aller zu konsumierenden Güter empfindlich und unnötig dezimiert wird. Die Lustfeindlichkeit wurde weniger berücksichtigt, jedoch reichen sich Lust- und Genussfeindlichkeit ja die Hand und scheinbar bereitet es diversen Menschen unglaubliche Lust, Tiere zu verspeisen, vor allem noch, wenn sie eigenhändig geschossen, erdrosselt, erschlagen, zerlegt worden sind. (Btw, erinnert ihr euch noch an die Gruppe Schlachtkuh bei Yahoo?)
Fazit: Auf der Genussfeindlichkeit des Veganismus wurde lange genug herumgeritten. Es wäre wohl an der Zeit, sich einigen anderen Formen zuzuwenden und wenn das geschehen ist, können wir gern mal darüber reden, wie sich die ständige Verfügbarkeit von Menschenfleisch und Menschenmilch erreichen lässt, damit endlich keine Wünsche mehr offen bleiben.

(1) Achtung, in diesem Text wird speziesistische Sprache verwendet. Grund ist die bessere Lesbarkeit und Verständlichkeit für unvegane Menschen.
(2) Wobei ich mich wirklich frage, was der Aufstand soll. Wenn ich mich als Bären-, Hunde-, und Ringenatterfleischverzichterin ausgebe, wird dies auch nicht als anstößig empfunden (hierzulande). Aber bei Rindern, Schweinen und Hühnern, stehen diese doch für die physische und psychische Gewaltausübung des Menschen gegen Nichtmenschen schlechthin. Es ist normal, sie zur Reproduktion zu zwingen, zu manipulieren, feminisiertes Protein zu stehlen, sie umzubringen, zu zerkleinern und unter den Leuten zu verteilen. Diese Tiere sind nicht durch beliebige andere Tiere ersetzbar, erkundigt euch mal beim örtlichen Tierheim.

Gender & PC-Games

Angestachelt von einem Kommentar zu einer ZDF-Ausstrahlung über Sexismus in Computerspielen („es werden dann die Spiele exemplarisch herausgesucht, die echte Spieler sowieso nicht spielen wolle…“Quelle), wollen wir uns doch mal um einen repräsentativen Überblick über die Computerspiele-Welt verschaffen.
Leider muss ich mich besonders auf ein Genre (RPG) fokussieren, da mich andere Genres weniger interessieren und ich dann nur aus fremden Spieletests und nicht eigenem Spieleerlebnis Einschätzungen zur Darstellung der Geschlechter(rollen) liefern könnte.

Sacred 1 & 2: Ausrüstungsgegenstände für weibliche Charaktere haben vor allem ein Kriterium: bitte so wenig wie möglich verhüllen. Dank großem Fantasy-Anteil im Spiel ist es dann auch auf „magische“ Weise möglich, dass BHs, Miniröcke und breite Gürtel den gleichen Schutz wie massive Ganzkörperrüstungen bieten. (Ein Phänomen, das praktisch bei jedem Rollenspiel mit weiblichen Charakteren zu finden ist.) Was für ein Glück für die Spieler_innen, die ihr Geld nicht nur für eine gute Rollenspielstory, sondern auch/vor allem für Beach-Party-Optik ausgeben möchten!

Venetica: Der immer weibliche Hauptcharakter kann sich das ganze Spiel über fast nur dadurch einkleiden, dass ein Schmied Männerrüstungen für sie ummontiert. Bei der Anpassung ändern sich dann fataler Weise nicht nur die Höhen/Breitenmaße der Rüstung, sondern plötzlich fehlen komplette Rüstungsteile, z. B. solche, die eigentlich Rücken und Bauch schützen sollten, denn es wäre selbst für gut ausgebildete Krieger_innen wohl von Nachteil, wenn das Gegenüber mit Säbel und Co. ihre Bäuche aufschlitzen… Trotz der betont femininen Kleidungswahl, lässt unsere Heldin es sich andererseits nicht nehmen, sich in einem Bordell als Zuhälterin für eine Prostituierte aufzuspielen, die von ihrem Freier um ihr Geld geprellt wurde. Rollenspiele, die sonst eigentlich auf Entscheidungsfreiheit ausgelegt sind (sein sollten), lassen plötzlich keine Wahl mehr, wenn es sich um solch eindeutige Situationen im Rotlichtviertel der Hauptstadt handelt.

Fable: Ausnahmsweise mal nicht soo heteronormativ, zumindest nicht so sehr wie die anderen. Denn hier ist es möglich, auch homosexuelle Ehen/Flirts einzugehen. Allerdings ist die Mehrheit der dort ansässigen männlichen Bevölkerung scheinbar ebenso homophob und sexistisch wie auf unserer Erde: Will der immer männliche Hauptcharakter sich anderen Männern präsentieren, bekommt er meist zu hören „Ich bin doch keine Frau.“. Die möglichen Ehefrauen und Sexpartnerinnen sind ausnahmslos kleine, weiche Weibchen, die ihrem Helden zujubeln und ständig bestätigen, wie männlich er doch aussieht, mit all seinen Tattoos und Muskeln usw. usf.

Gothic: Frauen existieren hier nicht. Nun, zumindest fast. Denn seltsamer Weise gibt es in der Gothic-Welt scheinbar nur männliche Verbrecher und Frauen werden maximal als Ware in die Gefangenenlager geliefert – und zwar deshalb, weil der König die „Knastis“ gnädig stimmen muss, die die Erzminen kontrollieren. Diese Bedingungen wirken sich auch auf den Umgangston und die Atmosphäre des Spiels aus – allesamt harte Machos, die ihren Mann stehen müssen.
Die eben genannte „Ware“ bekommt der immer männliche Hauptcharakter nur einmal zu sehen, als sie vor ihren neuen Herren in knapper Kleidung zu tanzen haben. Trotz der eigentlichen Entscheidungsfreiheit bei Rollenspielen ist es auch hier nicht möglich, näher mit den Frauen ins Gespräch zu kommen, geschweige denn sie aus ihrer miserablen Situation zu befreien.
Die beiden Nachfolger von Gothic sind nicht bedeutend anders, was die angesprochenen Zustände anbelang. Bei Gothic 2 kommen dann auch schon mal einige Frauen als Köchinnen, Verkäuferinnen, Prostituierte (die auch vom Char nach Belieben benutzt werden können) und Hausmütterchen vor.

Morrowind: Ein relativ ausgeglichenes Zahlenverhältnis der Geschlechter, zudem gibt es auch viele weibliche Charaktere, die für die Story relevant sind und sozialen Einfluss haben. Geschlecht des Spielcharakters kann selbst gewählt werden. Zwar tragen die Frauen schon mal Röcke und die Männer nicht (außer Magierroben), generell fällt aber auf, dass die weiblichen Charaktere hier mal nicht als halbbekleideter Blickfang herhalten müssen, sondern recht ordentlich bekleidet ihrer Klasse (Kriegerin, Magierin usw.) entsprechend auftreten. An sexistische Sprüche im Spiel kann ich mich nicht mehr erinnern, was zumindest darauf hindeutet, dass sie nicht ausufernd zahlreich waren. Dennoch existiert eine heteronormative Matrix, von gleichgeschlechtlichen Beziehungen ist jedenfalls nie die Rede. Außerdem gibt es in einer Stadt ein Bordell, in dem dann doch mal 2, 3 Frauen in Unterwäsche vor dem männlichen Publikum halbherzig rumtanzen. Auch hier gibt es wieder keine Möglichkeit, mit den Prostituierten ins Gespräch zu kommen. Lediglich von den Freiern gibts ein paar saloppe Sprüche und einen Auftrag, einen Sklaven wiederzubeschaffen. (Sklaverei ist in Morrowind normal, im Gegensatz zur Situation der Prostituierten, ist es hier aber möglich, zu intervenieren und Sklav_innen zu befreien.)
Oblivion: Der Nachfolger von Morrowind macht kurz nach Spielstart einen recht positiven Eindruck: Die Charaktere lassen sich so frei erstellen, dass Schönheitsideale zwar möglich, aber nicht aufdiktiert werden. Falten, Augenschatten, übergroßes Kinn und andere obskure Gesichtsformen sind kein Problem. Weibliche Charaktere bekommen die Möglichkeit, Rüstungen zu nutzen, die auch wirklich alle Körperstellen schützen. Dankeschön.
Oblivion Addon: Irgendwann muss sich Bethesda dann doch den Mainstream-Darstellungen von Frauen in Rollenspielen (s. Two Worlds, Sacred) anpassen: Endlich, nach 4 Elder Scrolls-Teilen gibt es „heiße Höschen“, die ganze Monsterheere vernichtend schlagen können. In Shivering Isles hat das Königreich 2 Typen von überwiegend weiblichen Soldat_innen, eine Gruppe die „Dunklen Verführer“ genannt, die scheinbar allesamt ihre Kleidung aus Bikinitops nähten, um sich für die anstehenden Kriege zu rüsten. Wenn der Spielcharakter dann schließlich selbst über die Zitternden Inseln herrscht, kann er_sie sich dann auch persönlich eine Tänzerin zur Unterhaltung schicken lassen. (Auch ist auffallend, dass es praktisch nicht mehr möglich ist, moralische Entscheidungen zu treffen. Um in der Handlung voran zu kommen, müssen Unschuldige gequält und ermordet werden. Und nein, ich meine keine Schweine zum „Fleisch“gewinn.)

Two Worlds: Du bist als männlicher Beschützer auf der scheinbar endlosen Mission Deine äußerst aufreizend gekleidete Schwester zu retten. Ansonsten haben Frauen eher unwichtige Nebenrollen. Aber immerhin hält die Schwester für ein hübsches DVD-Cover, das Handbuch und verwirrende Tagträume (die ein abruptes Ende finden) her.

…Diese Auflistung ließe sich noch endlos fortführen, aber ich denke, die grundlegenden Tendenzen sind allen klar. Interessant wäre vielleicht noch, dass es auch Spiele gibt, die geschlechtliche Identitäten verwischen lassen, wenn auch leider deren spielerische Gehalt nicht sehr hoch ist. So z. B. bei The Endless Forest. Alle Hirsche haben zwar ein Geweih, aber da Chatten nicht erlaubt ist und es keine Nicknamen, sondern Symbole gibt, bleibt Dir die geschlechtliche Identität Deiner Gegenüber ein Rätsel und rückt m. E. in den Hintergrund. Bei Furcadia ist es möglich, einen männlichen, einen weiblichen oder aber auch einen „unspezifischen“ Charakter zu wählen. Wenn jetzt noch der Nick geschickt gewählt wird, ist es möglich, mit der Wahrnehmung Deines Genders durch andere zu spielen.

Wie sieht es nun bei Nicht-RPGs aus? Bei Shootern (Krieg ist halt Männersache..) lässt sich allgemein wohl sagen, dass Frauen da entweder gar nicht auftauchen (harte Kriegsszenarien wie bei ArmA, auch die Zivilbevölkerung ist ausschließlich männlich) oder nur am Rande (bei CoD mal hier und da eine russische Soldatin) oder als Zu-Rettende (z. B. bei Fear, abgesehen davon, dass hier die kleine Alma Täterin ist, aber nur, weil sie vom Militär als Kriegswaffe missbraucht wird. Es kommen auch so pikante Details ans Tageslicht, wie die Entführung der minderjährigen Mutter im Alter von 8 Jahren und ihrer Schwängerung im Alter von 15.) Vergewaltigung wird in Kriegsspielen meines Wissens nie thematisiert, maximal werden atmosphärische Bilder aus Militärbordellen gezeigt oder nackte Offiziere, die Pornofilme gucken.

PeTA-Methoden bei ukrainischen „Feministinnen“

Nackt gegen Prostitution & Frauendiskriminierung
„20 Minuten Online“ hat die deutschsprachige Leser_innenschaft nun endlich darüber aufgeklärt, WIE Feministinnen in der Öffentlichkeit auftreten sollen. Die biederen Kleidchen, die schlabbrigen Shirts und die Männerhosen bleiben im Kleiderschrank („hässliche Emanze“ war gestern) – stattdessen wagt Frau sich mit Unterwäsche oder noch besser nur mit Klebeband über den Nippeln auf die Straßen um gegen allerhand Unrecht zu demonstrieren – so z.B. gegen die „Vergwaltigung der Demokratie“ oder gegen sexuelle Belästigung an Unis.
Würe mich ja nicht wundern, wenn die FEMEN-Aktivistinnen gar selbst bei PeTA aktiv sind oder zumindest von ihnen inspiriert.

Artikel bei 20min.ch: „Mit Sex-Appeal gegen Sexismus“